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Die Horbener Dorfzeitung

 Hans-Peter Buttenmüller


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Lokal / Regional:

Aus der Region Breisgau:

Fußball im Hexental

01.04.2025


Einige Leser sind verwundert weil ich zuletzt weniger über Fußball geschrieben habe. Schach sei ja interessant. Aber für Fußball würden sich doch viel mehr Leute interessieren. Fußball sei Volkssport. Schach dagegen eine Rand-Sportart. Etwas für  "verkopfte" Menschen die sich nicht so gerne bewegen.


Das sehe ich anders. Dass ich beim Schach so viele alte Bekannte aus meiner Zeit als Fußballspieler und -Schiedsrichter wieder treffe hat schon auch seinen Grund. In dieser Spielrunde bin ich zum Beispiel gegen Benni Fischer vom Schachclub Sölden gegenüber gesessen. In jungen Jahren haben wir uns auch auf dem Sportplatz nichts geschenkt. Er in den Reihen der Spvgg. Bollschweil-Sölden. Ich beim SV Au-Wittnau. Damals wie heute ging es hart und engagiert zur Sache!

Was ich damit sagen will: Fußball ist nicht nur etwas für Dummköpfe. Und Schach nicht nur für Professoren. Beides hat etwas mit Kampfgeist und Lust am Kräfte-Messen zu tun. Bei beiden Sportarten benötigt man taktische Fähigkeiten und Übersicht. Der Unterschied ist tatsächlich der dass Schach auch noch mit 7o und älter betrieben werden kann. Beim Fußball ist halt lange vorher irgendwann einmal Schluss.


Doch das soll heute nicht mein Thema sein. Eigentlich will ich über den Fußball im Hexental berichten:


Der SV Au-Wittnau scheint nach dem letztjährigen Abstieg aus der Landesliga inzwischen in der Bezirksliga angekommen zu sein. Lange musste man sich mit dem Gedanken befassen umgehend nach unten in die Kreis-Liga A durchgereicht zu werden. Doch inzwischen haben sich die Jungs berappelt. Nach dem 2 : 0 - Sieg am vergangenen Sonntag gegen den FC Bad Krozingen stehen die Roten inzwischen auf Platz zehn der Tabelle. Nach ganz oben wird es zwar nicht mehr reichen. Doch ein einstelliger Tabellenplatz ist auf jeden Fall drin.


Am kommenden Sonntag geht es im Auswärtsspiel gegen den bereits abgeschlagenen Tabellen-Letzten SV Biengen. Und am Wochenende danach ins Dreisam-Tal zum Tabellen-Nachbarn SV Oberried. Danach könnte geklärt sein wohin die Reise geht: Weiter mit Abstiegskampf oder kann man sogar noch vorsichtig nach oben schielen? Jedenfalls bin ich persönlich davon überzeugt dass am Burgblick auch im nächsten Jahr Bezirksliga-Fußball gespielt wird!


Wenn alles optimal läuft könnte es  künftig in der Bezirksliga wieder Hexentäler Lokal-Derby`s geben! Der VfR Merzhausen legte zuletzt eine erstaunliche Aufholjagd hin. Auch wenn das 9 : 0 gegen den in dieser Liga offenbar überforderten Tabellenletzten SV Hügelheim sicherlich kein Maßstab ist: Neun Tore müssen auch gegen schwache Gegner erst mal geschossen werden! Das zeugt von intakter Moral und vom Aufstiegswillen der Freiburger Vorstädter!


Der VfR Merzhausen steht mit 38 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Der souverän führende FC Heitersheim wird wohl nicht mehr einzuholen sein. Zu Platz zwei jedoch fehlen nur noch zwei Punkte. Dort steht aktuell der SV Buchenbach. Der zweite Platz berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga. Von daher sind Hoffnungen nach denen der VfR Merzhausen im kommenden Jahr wieder in der Bezirksliga spielt durchaus realistisch!


Ähnliches erhofft man sich wohl im südlichen Hexental bei der Spvgg. Bollschweil Sölden. Sollten die Kohlwälder ihre beiden Nachholspiele gewinnen dann stehen sie mit drei Punkten Rückstand in Schagweite zum zweiten Tabellenplatz. Dann würde B&S die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga bestreiten. Allerdings sind in den Nachholspielen hohe Hürden zu überwinden: Tabellenführer FC Heitersheim und der aktuelle Tabellen-Nachbar Eintracht Freiburg!


Da braucht es schon einen sehr guten Lauf wenn Platz zwei noch erreicht werden soll. Die 1:3 -Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den aktuellen Tabellen-Zweiten SV Buchenbach bedeutet einen spürbaren Dämpfer. Doch die Möglichkeit zu Platz zwei ist rechnerisch nach wie vor gegeben!


In der Kreisliga B hat die SPVgg Ehrenkirchen realistische Chancen auf Meisterschaft und Aufstieg! Gemeinsam mit der Reserve des VfR Hausen liegt das Team vom Batzenberg auf Tabellenplatz drei. Zwei Punkte hinter Tabellenführer Hartheim/Bremgarten. Wenn alles optimal verläuft könnte dem aus drei Traditions-Vereinen gebildeten Fusionsverein der erste Aufstieg zur Kreisliga A gelingen. Doch ein Verein aus einer solch großen Gemeinde mit so starkem Gewerbe sollte mittelfristig zumindest in der Bezirksliga mitspielen können!

Schachclub Horben: Licht am Ende des Tunnels!

31.03.2025


Nach dem vorletzten Spieltag der Spielrunde 2024/25 gestern beginnen sich die Wolken über dem Schachclub Horben langsam zu lichten: Beide Aktiven-Mannschaften konnten ihre Spiele gewinnen. Beide Teams haben es am 18. Mai selbst in der Hand ob sie den Klassenerhalt schaffen oder ob sie den Abstieg hinnehmen müssen.

Die erste Mannschaft fuhr gegen den Mit-Konkurrenten SK Sasbach einen ungefährdeten 6 : 2 -Sieg ein. Bereits vor dem ersten Zug lagen die Gäste im Rückstand: Sie waren mit einem Mann weniger angereist. Der Punkt am letzten Brett ging somit kampflos an Benedikt Foitzik vom Schachclub Horben.


Ich werde nie verstehen, warum ein Schachclub in einem für beide Vereine so wichtigen Spiel nicht in voller Mannschaftsstärke antreten kann. Alle Vereine haben mehrere Dutzend spielberechtigter Personen auf der Liste. Teilweise könnten alle Bretter doppelt besetzt werden. Da sollte es einem Verbandsliga-Team doch möglich sein acht SpielerInnen zu mobilisieren. Allein schon aus Respekt gegenüber dem jeweiligen Gegner. Der hat auch seinen Sonntag freigehalten und sich vorbereitet. Und kann dann doch nicht spielen! Ich halte es für eine "Lahmarschigkeit" des Verbandes dass er dafür keine spürbaren Strafen vorsieht!


Johann Haker, Thomas Ahner und Bertram Bengsch gewannen ihre Spiele. Thomas Buttenmüller, Uli Buttenmüller, Siegfried Buttenmüller und Norbert Klippsch steuerten je ein Remis zum deutlichen Sieg bei. Am nächsten Spieltag würde ein Remis beim Tabellen-Vorletzten SC Hörden zum Klassenerhalt reichen. Mit der notwendigen Motivation und Konzentration sollte dies auch gelingen.


Ich persönlich freue mich dass meine Brüder Siegfried und Ulrich Buttenmüller wieder aktiv im Schachclub Horben dabei sind und dass sie mit je einem Remis zum Erfolg beigetragen haben. Zusammen mit Thomas Buttenmüller, Josef Buttenmüller (nur weitläufig mit uns verwandt) und meiner Wenigkeit ist unser Name damit wieder vielköpfig im Schachclub Horben vertreten,


Auch die zweite Mannschaft konnte durch einen 4,5 : 2,5 - Erfolg gegen "Schwarze Pumpe" Freiburg die Abstiegsränge verlassen. Unser Sieg wurde dadurch begünstigt dass auch unsere Gegner nicht vollzählig antreten konnten. Die Freiburger ließen gleich zwei Bretter frei. Somit mussten Nathanael Schubert und ich zuschauen. Normalerweise hätte ich mich darüber tierisch geärgert. Doch gestern morgen war ich nicht wirklich fit. Die Zeit-Umstellung belastete mich doch einigermaßen. Daher war ich sogar froh dass ich den Punkt kampflos zugesprochen kam.


So kamen zu den beiden kampflos gewonnenen Punkten die Siegpunkte von Caus Schindler und Tobias Scholz hinzu. Wolfgang Hug steuerte ein Remis zum sicheren Gesamtsieg bei. Somit konnte auch Horben II die Abstiegszone verlassen. Allerdings wartet am letzten Spieltag mit der "Wundertüte" Wiehre III ein nicht leichter Gegner auf uns. Um sicher zu sein benötigen wir noch ein Remis. Unsere Einteiler werden sicher alle Motivations-Künste aufbieten damit wir auch im letzten Spiel eine möglichst spielstarke Truppe aufbieten können.


Auch unsere beiden Jugend-Teams waren erfolgreich: Horben III gewann kampflos mit 4 : 0. Ihre Gegner aus Waldkirch waren gar nicht angereist. Horben IV erzielte gegen Heitersheim V. ein 2 : 2 Remis. Leon Zolles und Janusch Leicht konnten ihre Spiele gewinnen. Damit wird deutlich dass auch unser Nachwuchs im Vergleich absolut mithalten kann!


Die Spielrunde 2024/25 neigt sich dem Ende zu. Am 18. Mai wird der letzte Spieltag ausgespielt. Unsere beiden Aktiven-Mannschaften benötigen noch je einen Punkt um die Saison-Ziele "Klassenerhalt" zu erreichen. Es ist schon etwas Besonderes dass ein Schachclub aus einem so kleinen Dorf sich in der Verbandsliga halten kann. Auch die Zugehörigkeit der Zweiten zur Kreisklasse A ist ein wichtiger Baustein für diese gute Situation.


Ich persönlich würde mir eine dritte Aktiven-Mannschaft in der Kreisklasse C wünschen. Der Sprung von der Jugend gleich in die Kreisklasse A ist aus meiner Sicht zu groß. Außerdem könnten derzeit weniger aktive Spieler wieder zum Verein finden. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen wenn Leute wie Günther, Roland, Sepp, Phillipp, Jürgen, Jan, Christian und andere wieder für den Schachclub Horben am Brett sitzen würden. Nicht nur wegen des sportlichen Erfolges. Vor allem weil gerade diese Leute zu den Typen gehören mit denen ich gerne weiter zusammen spielen würde. Unsere Spielerliste gäbe eine dritte Mannschaft jedenfalls her..

Fußball und Schach regional:

30.03.2024

Fußball im Hexental:


In der Bezirksliga sind 18 von 30 Spielen gespielt Der SV-Au- Wittnau konnte sich zuletzt etwas von den Abstiegsplätzen absetzen. Mit vier Siegen und acht Niederlagen stehen die Roten aus dem Hexental jetzt auf Platz 12 der Tabelle. Vier Punkte vor den Abstiegsplätzen.


Heute um 15.30 steigt im Burgblick das  Heimspiel gegen den um einen Punkt besser stehenden FC Bad Krozingen. Bei einem Sieg zieht der SV Au-Wittnau an seinem Gegner vorbei in Richtung Mittelfeld.


In der Kreisliga A II hat sich der VfR Merzhausen positiv entwickelt. Mit jetzt 35 Punkten liegt Merzhauser auf Platz vier. Nur zwei Zähler hinter Platz zwei. Die Vize-Meisterschaft würde den VfR zur Teilnahme an den Aufstiegsrunden in die Bezirksliga berechtigen. Zwei Punkte in sechs Spielen sind machbar! Drücken wir den Blauen also beide Daumen!


Die Spvgg. Bollschweil-Sölden liegt in der gleichen Liga wie Merzhausen mit 31 Punkten auf auf Platz sechs. Bollschweil-Sölden hat allerdings noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Sollten dabei die Punkte am Kohlwald bleiben dann schließt auch Bollschweil-Sölden zum Tabellen-Zweiten auf.


Somit sind beide Hexentäler A-Klassen-Vereine aussichtsreiche Aspiranten auf die Aufstiegsrunde. Bollschweil-Sölden spielt heute um 15.00 beim SV Buchenbach. Der VfR Merzhausen empfängt ebenfalls heute um 15.00 zuhause die Sportfreunde Hügelheim.


!! Hier ein Hinweis an Spieler und Zuschauer sowohl beim Schach als auch beim Fußball: Heute morgen wurde die Zeit umgestellt! Heute ist es eine Stunde später als gestern !!

Schach im Hexental:


In den Ligen des Badischen Schachverbandes wird an diesem Sonntag der achte (vorletzte) Spieltag absolviert. An beiden Spieltagen stehen noch wichtige Entscheidungen an:


Die erste Mannschaft des Schachclub Horben kämpft in der Verbandsliga Süd weiter um den Klassenerhalt. Zwar hat Horben nach dem Sieg gegen den Tabellenletzten Wiehre die Abstiegsplätze verlassen. Doch es muss jetzt genau so weitergehen. Noch ist der Klassenerhalt nicht geschafft!


Am Sonntag ist der ebenfalls noch gefährdete SC Sasbach/RH, in Horben zu Gast. Beide Teams haben nichts zu verschenken. Mindestens ein Punkt sollte in Horben bleiben. Dann hätte man es nach Ostern gegen Hörden noch selbst in der Hand.


Horben II muss ihr Spiel gegen "Schwarze Pumpe II" gewinnen um die Zugehörigkeit zur Kreisklasse A zu erhalten. Wenn alle an Bord sind sollte das nicht unmöglich sein. Wir werden jedenfalls alles tun was möglich ist.


Merzhausen I spielt in der Landesliga gegen den fast übermächtigen Brombach II. Auch bei einer Niederlage wäre für den Klassenerhalt noch alles drin. Merzhausen II kämpft bei FR-West III um Meisterschaft und Aufstieg. Sollte Merzhausen III gegen Sölden II gewinnen dann würde das  die Lage von Horben II vielleicht erleichtern: Sölden II ist nämlich im Abstiegs-Kampf unser direkter Gegner.


Sölden I kann gegen Heitersheim II bereits entspannt aufspielen. Weder nach oben noch nach unten wird es noch viel Bewegung geben..

Warum diese aggressiven Reaktionen?

28.03.2024


Auf meinen Beitrag unten ("Einfach machen lassen?") erfolgten drei heftige Reaktionen. Eine davon in einer Form, die ich durchaus als strafrechtlich relevant einstufe. Wenn neben Beleidigungen auch Sätze wie "Schmierfinken wie Dich sollte man am besten gleich totschlagen" gebraucht werden dann sehe ich eine Grenze überschritten. Gerade in der heutigen Zeit  darf man solche Aussagen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Da ich den Absender aus anderen Zusammenhängen persönlich kenne werde ich keine Anzeige erstatten. Doch der Vorgang ist für den Fall der Fälle dokumentiert.

In der Form zivilisierter aber vom Inhalt her nicht weniger aggressiv äußert sich ein BLHV-Funktionär aus der Region Kaiserstuhl. Auch er relativiert und verniedlicht die Ergebnisse der von mir angesprochenen Studie. Offenbar wurde Verbands-intern eine einheitliche Sprachregelung vereinbart. Ihm geht es absolut gegen den Strich dass er sich für seine harte Arbeit ständig entschuldigen muss. Der Einsatz von Pestiziden sei gesetzlich geregelt. Ein Landwirt der sich an die Vorschriften hält müsse sich für nichts rechtfertigen.


Die dritte Zuschrift stammt von einem Landwirt aus der Ortenau. Der Mann versucht mir seine Situation zu erklären. Er und seine Familie schuften sieben mal 15 Stunden in der Woche und kommen auf keinen grünen Zweig. Auch hier wird die "Belästigung" durch Bürokratie und "schikanöse" Kontrollen beklagt. Dazu die ständige Beobachtung durch eine nicht oder nur einseitig informierte Öffentlichkeit. Besonders geärgert hat ihn offenbar meine Aussage, dass in der Diskussion wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Wie er zum Beispiel den höheren Mindestlohn für Erntehelfer bei dem ständigen Preis- und Kostendruck aufbringen soll interessiere niemanden. Zu all dem werde er jetzt noch als Umwelt-Zerstörer an den Pranger gestellt.


Hier will ich anfügen dass ich keinesfalls den bäuerlichen Berufsstand an den Pranger stellen will. Doch die Ergebnisse der Studie sind nun mal eindeutig. Der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft bringt erhebliche Belastungen weit über den Bereich der Anwender hinaus mit sich! Hier ist die Gesundheit von unbeteiligten Menschen und die Lebensgrundlagen aller Menschen in der Region tangiert. Die Fakten können nicht einfach achselzuckend hingenommen werden mit dem Hinweis dass ohne diesen Pestizid-Einsatz die moderne Landwirtschaft heute nicht mehr funktionieren kann. Da steht aus meiner Sicht mehr auf dem Spiel als die Frage der wirtschaftlichen Existenz bäuerlicher Betriebe!


Von der Landwirtschaft erwarte ich dass sie sich an der Lösung der unbestreitbar vorhandenen Probleme aktiv beteiligt! Dazu gehört zunächst einmal die Einsicht dass der Agrarbereich ganz erheblich zu den ebenfalls unbestreitbaren Umwelt und Klima-Problemen beiträgt. Wieviel Energie wird verbraucht bei der Herstellung und dem Transport von Pestiziden, Düngemitteln, Futtermitteln? Wie hoch ist die Belastung von Atmosphäre und Grundwasser? Wieviel fossiler Treibstoff wird verbraucht durch Erntemaschinen, LKW`s, Lokomotiven und Schiffen? Wieviel Klima-Belastung geht von den riesigen Rinderherden aus? Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Einsatz von eiweißreichen Futtermitteln und der Abholzung des Regenwaldes? 


Das alles kommt in den internen Diskussionen in der Landwirtschaft nicht vor. Hier geht es vor allem um höhere Erzeugerpreise, um Steuererleichterungen und um Subventionen. Wie kann man störende Auflagen beim Tierwohl und beim Umwelt- und Klimaschutz abwenden? Wie kann man die Lobbyarbeit in der Politik noch intensivieren? Wenn gar nichts mehr hilft dann blockiert man mit zig-tausenden Traktoren die Großstädte und begeht dabei ganz ungeniert Straftaten. Und ist dann empört wenn diese Aktionen mit denen der "Letzten Generation" gleichgesetzt werden.


Die Aktivisten der "Letzten Generation" setzten sich auf Straßenkreuzungen und blockierten Straßen. Ihr Anliegen richtet sich gegen die Belastungen und die Gefahren durch den Verkehr. Also ein allgemein interessierendes Problem das unbestreitbar gelöst werden muss. Wenn ich auch die Blockaden nicht als geeignetes Mittel in einer sinnvollen Diskussion ansehe.


Doch was waren die Bauern-Demonstrationen anderes als massive Eingriffe in den Straßenverkehr? Dazu noch mit körperlichen Attacken auf Politiker. (Habeck, Özdemir). Den Unterschied sehe ich allenfalls darin dass die Bauern die speziellen Interessen ihrer Berufsgruppe durchsetzen wollten. In einem Agrar-Magazin wurden die Klima-Aktivisten als Terroristen bezeichnet. Ich möchte einmal sehen was alles abginge wenn die Teilnehmer an Bauern-Protesten als Agrar-Terroristen bezeichnen würden! Klima-Aktivisten sind zum Teil mit hohen Gefängnisstrafen belegt worden. Von Strafen gegen Bauern in dem Zusammenhang habe ich nichts gehört.


Es wird Zeit dass sich auch der Agrarbereich zu seiner Verantwortung für die drohende Klima-Katastrophe bekennt! Das heißt nicht dass man von heute auf morgen den Hebel radikal umlegt. Doch ich erwarte dass sich auch die Landwirtschaft konstruktiv bei der Lösung der unbestreitbaren mit der gängigen landwirtschaftlichen Praxis zusammenhängenden allgemeinen Probleme einbringt.


Auch die Landwirtschaft kann nicht so weitermachen wie bisher. Mit brachialer Gewalt vermeintliche Besitzstände zu verteidigen greift zu kurz. Wir leben alle in der gleichen Welt. Wir alle haben nur diese eine Welt!

Einfach machen lassen?

27.03.2024


Eine vielgehörte Forderung in Deutschland ist der Ruf nach Bürokratie-Abbau. Die Wirtschaft sei zu stark mit Auflagen belastet. Wenn man die Fachleute einfach ihre Arbeit machen ließe dann ginge es im Land ganz schnell wieder aufwärts.


Auch die Landwirtschaft fordert vehement umfassenden Bürokratie-Abbau. Landwirte landauf-landab beklagen dass sie zu viele Stunden im Büro mit der Erfüllung bürokratischer Auflagen vergeuden müssten. Sie ärgern sich unter anderem über fachlich angeblich unsinnige Regeln, über zu viele zu umfangreiche Dokumentationspflichten und über häufige, zeitaufwändige Kontrollen. Sie wollen ihre Arbeit tun und nicht von fachfremden Bürokraten und NGO`s gegängelt werden.

Jetzt wurde eine breit angelegte Studie veröffentlicht die diese Forderung nach mehr Beinfreiheit für die Landwirtschaft in ein anderes Licht setzt. Darin wird festgestellt dass die landwirtschaftliche Praxis massive Umwelt- und Gesundheitsbelastungen weit über den landwirtschaftlichen Bereich hinaus verursacht. Wurde bisher vor allem über das wahrscheinlich krebsauslösende Mittel Glyphosat oder über Nitrat im Grundwasser diskutiert so werden in dieser Studie die verheerenden Auswirkungen des massiven Pestizid-Einsatzes in der Landwirtschaft und im Weinbau thematisiert:


 https://rptu.de/newsroom/neuigkeiten/detail/news/pressemeldung-studie


https://www.nul-online.de/aktuelles/news/article-8128578-201976/flaechendeckende-pestizidbelastung-am-oberrhein-.html


In der Studie wird festgestellt dass in unserer Region Pestizid-Rückstände weit über die bewirtschafteten Ackerflächen hinaus in hoher Konzentration oft in bedenklichen Mischungen gefunden werden. Auch auf Kinderspielplätzen, Sportplätzen, in Parks und in privaten Hausgärten. Selbst am Feldberg wurden Pestizid-Rückstände festgestellt. Darunter sind Chemikalien-Cocktails die sich in vielen Jahrhunderten nicht abbauen. Sogenannte Ewigkeits-Chemikalien. Schon das Wort lässt mich schaudern! Der Wind trägt diese Gifte offenbar von der Rheinebene hinauf auf die Berge.


Meine Sicht auf die Dinge ist: Die Freiheit des Einzelnen endet dort wo die Rechte anderer nachteilig tangiert werden! Von daher bin ich der Meinung dass auch Landwirte alles zu unterlassen haben was die Allgemeinheit über Gebühr belastet oder gar gefährdet. Sie haben von sich aus dafür zu sorgen dass diese flächendeckende Pestizid-Belastung nicht möglich ist. Ganz egal ob gerade Wind weht oder nicht! Wie sie das tun bleibt ihrer fachlichen Kompetenz überlassen. Dass sie es tun muss kontrollierbar sein. Also braucht es umfassende nachprüfbare Dokumentationen und eng gefasste Kontrollen.


Dass eine engmaschige Überwachung und strenge Vorschriften notwendig sind wird durch diese Studie eindeutig belegt. Man kann nicht jeden Landwirt einfach so machen lassen! In der Studie wird auch festgestellt, dass selbst die jetzt geltenden eher laxen Vorschriften zu häufig umgangen werden. Nicht jeder Landwirt ist so weit Fachmann dass er genau weiß was er da tut. Anderen ist die Umwelt offenkundig völlig gleichgültig. Bestreite niemand dass es unter den Landwirten nicht eine messbare Anzahl schwarzer Schafe gibt!


In der Badischen Zeitung wurde ein Interview mit dem Präsidenten des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Herrn Bolkart zu dieser Studie veröffentlicht. Wer bei dem BLHV-Funktionär nur etwas Einsicht in die Problematik erwartet hätte sieht sich enttäuscht. Zum einen wurden die Ergebnisse der Studie relativiert. Alles ist nur halb so schlimm! Herr Bolkart erklärte achselzuckend, Pestizide seien für den wirtschaftlichen Erfolg "der Betriebe" eben notwendig! Es geht halt nicht anders! Dass auch Landwirte durch das was sie tun gesundheitlich stark gefährdet sind hält er nicht für erwiesen.


Hier zeigt sich einmal mehr der pure Egoismus vieler Landwirte. Das wirtschaftliche Interesse "der Betriebe" steht über allem! Doch das kann nicht darüber entscheiden wie mit der Umwelt und der Gesundheit anderer Menschen umgegangen wird. Ursprünglich hätte es sehr wohl Alternativen zu der heute gängigen Praxis gegeben! Doch in den Bereichen Züchtung ist man den vermeintlich einfachen Irr-Weg gegangen. Spritzmittel waren billig und sparten Zeit. Jetzt zeigt sich zunehmend deutlicher das Ausmaß dieses Leichtsinns.


Der Tag wird kommen an dem jegliche Chemie in der Landwirtschaft verboten werden muss. Ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Belange. Dann erinnert man sich dann daran, dass es vor nicht allzu langer Zeit Obst- und Rebsorten gab die nicht mit Kupfer und anderem Gift behandelt werden mussten. Dass Getreide- und Kartoffelfelder auch ohne Glyphosat frei von Unkraut waren. Dass die Böden ohne Kunstdünger fruchtbar waren. Dass die Humusschicht intakt  und das Grundwasser nitratfrei war.


Um zum Thema Bürokratie-Abbau zurückzukommen: Nein, man kann sie nicht einfach machen lassen! Das zeigt diese Studie eindeutig. Man muss sie kontrollieren und wenn nötig sanktionieren!

 Aus für den Windpark Breisgau:

22.03.2025


In die regionale Windkraft-Diskussion scheint doch so etwas wie Vernunft einzukehren: Der bei Ehrenkirchen geplante Windpark wird nicht umgesetzt! Das geht aus der heute eingegangenen Pressemitteilung des Projekt-Entwicklers hervor. Der Grund dafür sei, dass die Windhöffigkeit in dem vorgesehenen Bereich zu schwach wäre.

Auch aus meiner Sicht ein guter Tag für die Bürgerinitiative Unser Breisgau! Die BI hatte gekämpft und große Teile der Bürgerschaft mobilisiert. Auch mit dem Argument der mangelnden Windhöffigkeit. Der Vorgang belegt, dass die im sogenannten Windatlas angegebenen Werte von interessierter Seite oft überhöht angegeben werden.


Das gilt aller Voraussicht nach auch für die Planungen der Gemeinde Au am Illenberg. Auch dort hatten frühere Messungen stets geringere Werte ergeben als diejenigen, die dort jetzt zugrunde gelegt werden. Ich habe jetzt verstärkt die Hoffnung dass dieses ebenso unsinnige Vorhaben am Illenberg am Ende doch noch scheitern wird!


Zur Verdeutlichung des Vorhabens Windpark Breisgau hier der Link zur Website der Bürgerinitiative "Unser Breisgau":


https://unser-breisgau.de/


Nachstehend finden Sie die offizielle Presse-Mitteilung des Projektierers:

Pressemitteilung der iTerra energy GmbH vom 21.03.2025



Projektende für den Windpark Breisgau



iTerra energy stellt Untersuchungen zum Bau eines neuen Windparks in der Gemeinde Ehrenkirchen ein


Gießen, 21.03.2025 – Ende Februar 2025 hat sich die Geschäftsleitung der iTerra energy GmbH, einem Projektentwicklerbüro für Onshore-Windparks, einstimmig dafür entschieden, sämtliche Ambitionen zum Bau des Windparks Breisgau einzustellen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die der Firma vorliegenden Ergebnisse einer Langzeit-Windmessung, die seit August 2024 durchgeführt wurde.


Ob ein Windpark wirtschaftlich tragfähig und damit für die jeweilige Region als sinnvoll anzusehen ist, hängt von einer ausreichenden Menge an erzeugter Energie durch entsprechende Windverhältnisse ab. Die Grundlage für eine erste Prüfung der Wirtschaftlichkeit eines Windpark-Vorhabens bilden die Windatlas-Daten der einzelnen Bundesländer.


Die im Windatlas Baden-Württemberg enthaltenen Daten legen für den Standort Breisgau nahe, dass dieser für Windenergie geeignet ist. Zur Validierung dieser Daten führte die Firma uSens Energy Solutions GmbH im Auftrag der iTerra energy GmbH seit August 2024 eine Langzeit-Windmessung durch. Die ersten Ergebnisse der Messung offenbarten, dass die vorkommenden Windverhältnisse deutlich unter den Angaben des Windatlas‘ und den Erwartungen des Projektierers lagen, sodass eine erneute Prüfung der Wirtschaftlichkeit eindeutige Indikationen für einen Projektabbruch deduzierte.


In der Folge wurde die Windmessung eingestellt. Bis spätestens Ende März 2025 wird die für die Windmessung temporär errichtete Infrastruktur vollständig abgebaut. „Entgegen oftmaliger Behauptungen, Windpark-Vorhaben würden ohne eingehende Prüfungen und Untersuchungen beschlossen und durchgesetzt, zeigt der Windpark Breisgau, dass nicht jede Projektidee am Ende tatsächlich auch Realität wird“, resümiert Frank Sauvigny, CEO der iTerra energy GmbH.


Insgesamt 4 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 50.000 MWh/Jahr waren für den Windpark Breisgau vorgesehen, der im Jahr 2029 an das Netz gehen sollt
e.

Nachlese zur Bürgermeisterwahl in Sölden und andere Geschichten:

20.03.2025


Aus der Gemeinde Sölden wird nachgefragt warum ich so gut wie nicht über die Bürgermeisterwahl in ihrem Dorf berichte. Das sei auffallend. Sonst wäre ich doch bei jeder Wahl in der nahen und auch in der weiteren Umgebung hautnah dabei. Ein Leser unterstellt mir dabei unsachliche Motive.


Das mit den unsachlichen Motiven weise ich zurück. Ich kann gut zwischen privaten und öffentlichen Vorgängen trennen. Warum mein um 27 Jahre jüngerer Nachbar Markus Rees mich im Leben niemals auch nur gegrüßt hat weiß er wohl nicht einmal selbst. Der eine hat halt Manieren und der andere nicht. Ich kann damit jedenfalls gut umgehen!

Dass ich gar nicht über den Vorgang berichtet hätte stimmt ebenfalls nicht. Am 28.02. veröffentlichte ich einen umfänglichen Vorbericht. Siehe auf dieser Seite weiter unten. Da steht alles drin was ich von einer Wahl mit nur einem Bewerber halte: Nämlich nichts! Eine solche Wahl sehe ich als reine Farce. Eine Wahl ist aus meiner Sicht nur dann eine Wahl wenn die Wählenden die Auswahl haben zwischen mehreren Personen und unter verschiedenen Konzepten. Das war bei der Wahl in Sölden eben nicht gegeben.


Dass er keinen Gegenkandidaten hatte muss man Markus Rees nicht ankreiden. Wenn mir auch ein potentieller Interessent berichtet dass er im Vorfeld bereits regelrecht "weggebissen" worden sei. Es gab in Sölden wohl starke Kräfte die keinen zweiten Kandidaten haben wollten. Diese Unfreundlichkeit hat diesen Interessenten nach seiner Aussage von einer Bewerbung abgehalten.


Wenn man von Unsachlichkeit spricht dann muss man auch die Berichterstattung der Badischen Zeitung hinterfragen. Wer um die privaten Beziehungen der Familie Rees in die höchsten Refugien der Badischen Zeitung weiß konnte die überaus positiven Vorberichte vor der Wahl richtig einordnen. Eine Lobhudelei folgte auf die nächste. Man hätte als führende Lokalzeitung durchaus ja auch mal fragen können warum ausgerechnet die Gemeinde Sölden mit ihren 1300 Einwohnern weiterhin einen hauptamtlichen Bürgermeister benötigt. Wo doch die nur unwesentlich kleinere Gemeinde Horben genau so wie die deutlich größeren Nachbargemeinden Wittnau und Au mit Teilzeit-Bürgermeistern auskommen?


Doch diese Frage stellte die BZ dem Kandidaten Markus Rees nicht. Die Wählenden hätten dann ja tatsächlich über dieses Thema nachdenken können! Der oben genannte anfängliche Interessent war übrigens ein frisch pensionierter ausgewiesener Verwaltungsfachmann der dem Gemeinderat im Falle seiner Wahl angeboten hätte auch als Teilzeit-Bürgermeister zu fungieren. So wie es die Bürgermeister Jörg Kindel in Au und in Wittnau und Dr. Bröcker in Horben mit Erfolg machen. Die Gemeinde Sölden hätte so um die 50.000/60.000 €/ Jahr sparen können.


Auch das Wahlergebnis wurde künstlich hochgejubelt. Von den 1011 Wahlberechtigten sind nur 511 überhaupt zur Wahl gegangen. Davon haben noch 13 Wählende ungültige Stimmzettel abgegeben. Ob das bewusste Protestwähler waren oder ob die einfach ihre Zettel falsch ausgefüllt haben weiß wohl niemand. Doch wenn man ehrlich sein wollte dann müsste man aus meiner Sicht diese 13 Stimmen bei der Wahlbeteiligung berücksichtigen. Dann läge die Wahlbeteiligung bei 48%. Zumindest optisch sähe das nicht so gut aus.


Doch damit nicht genug: Von den 498 gültig Wählenden haben 21 ganz bewusst andere Namen in die "freie Zeile" eingetragen. Sie haben damit ganz bewusst zum Ausdruck gebracht dass sie einen Bürgermeister Rees nicht mehr haben wollen. Somit haben von 1011 Wahlberechtigten nur 477 Bürger für Markus Rees als Bürgermeister votiert. Ganze 40% der Söldener Wahlberechtigten haben sich für diesen Bürgermeister ausgesprochen!!


Wenn dann noch der Zustimmungsgrad offiziell mit knapp 96% angegeben wird dann ist das ein Zerrbild der tatsächlichen Verhältnisse. Ob die 40% ein Grund für solche Weihrauch-Orgien sein können? Zumindest hätte man auf diese Tatsache deutlich hinweisen sollen. Doch das hätte wohl nicht so recht ins bräsige Bild gepasst!


Die BZ-Berichterstattung über die Söldener Wahl erinnert mich stark an die Bürgermeisterwahl vor zwei Jahren in Eschbach im Markgräfler-Land. Dort hatte ein einseitig berichtender BZ-Redakteur die heutige Bürgermeisterin Sarah Michaelis offensiv ins Amt geschrieben. Das habe nicht nur ich so klar gesehen. An Wiederbewerber Schlafke wurde kein gutes Haar gelassen. Die bis dahin nicht bestätigten Fähigkeiten der Frau Michaelis wurden geradezu glorifiziert. Auch dort wurden ebenfalls enge Beziehungen zu maßgeblichen Stellen bei der Badischen Zeitung in den Raum gestellt.


Diese Vorgänge erinnern mich auch an eigene Erlebnisse als Gemeinderat in Horben: Ich hatte unserem damaligen Bürgermeister Markus Riesterer auch aus heutiger Sicht berechtigte Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Kredit-Umschuldung gemacht. Riesterer schleppte mich wegen "Verbreitung von Unwahrheiten" vor Gericht. Ich hatte eine "Vereinbarung" im Gemeinderat versehentlich als "Beschluss" bezeichnet!!


In der Verhandlung war der damalige Ressort-Leiter Reinhard Lessner anwesend. Das CDU-Mitglied Lessner erklärte mir kalt lächelnd, dass er nicht ohne Auftrag zu einer so "popeligen Verhandlung" komme. In dem darauf folgenden Bericht in der BZ wurde deutlich dass die BZ Teil einer Kampagne war die mich politisch "fertig machen" wollte. Lessner brachte zusätzlich einen Bericht über den Vorgang im Radio. Wie gesagt: Popeliger Vorgang mit Auftrag! Der damalige CDU-Gemeinderat Wolfgang Rees (der Vater von Markus Rees) erklärte mir danach höhnisch: "Beziehungen schaden halt nur dem der keine hat!"


Danach hat mich schon nicht mehr gewundert dass die BZ nur knapp darüber berichtete, als der doch so korrekte Markus Riesterer wegen Untreue verurteilt wurde. Die himmelhoch fliegenden politischen Ambitionen des Markus Riesterer waren damit zwar weitgehend beendet: Doch vor kurzem hatte ich gelesen dass Herr Riesterer zum Vorsitzenden des Musikvereins Grunern gewählt wurde! Immerhin eine Karriere! Und der, den er mit Hilfe des BZ-Redakteurs "fertigmachen" wollte sitzt immer noch am Horbener Ratstisch!

Informationen aus dem Rathaus Horben:

18.03.2025


Die nachstehenden Informationen sind einer E-Mail von Bürgermeister Dr. Bröcker an die GemeinderätInnen der Gemeinde Horben entnommen. Ich gehe davon aus dass die Infos von öffentlichem Interesse sind und daher auch veröffentlicht werden dürfen: Aus meiner Sicht sind die Informationen auch überörtlich von Belang. Wer in der fraglichen Zeit vom Hexental her nach Horben will muss über Freiburg / Günterstal oder über Bollschweil / St. Ulrich fahren.

Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

 

1.       Breitbandausbau – weiteres Vorgehen

 

Anbei übersende ich zur Kenntnis die Pressemitteilung zum Breitbandausbau. Start ist kommenden Montag. Nach der Sitzung des Weidevereins am vergangenen Mittwoch wurde der dringende Wunsch geäußert, die Baustelle aufgrund der Heuerntezeit im Frühjahr umzudrehen. Wir konnten das bei der Fa. Joos platzieren, so dass die Arbeiten unten im Tal beginnen werden:


Pressemitteilung


Breitband-Ausbau in Horben: Ende März starten Tiefbauarbeiten im Bauabschnitt 3 zwischen Langackern und Au

Straßensperrungen auf verschiedenen Abschnitten


Die Tiefbauarbeiten im Bauabschnitt 3 beginnen voraussichtlich in der Woche ab dem 24. März 2025. Der Bauabschnitt umfasst die gesamte Strecke zwischen Langackern und Au (Weiherackerweg, Katzental) sowie die Zufahrt von dieser Straße aus zum Reeslehof und Ringlihof.


Die Arbeiten starten an der Ortsgrenze zwischen Au und Horben und werden dann in 5 jeweils ca. 2 Wochen umfassenden Bauabschnitten in Richtung Langackern fortgeführt. Dazwischen werden ebenfalls für je ca. 2 Wochen die Arbeiten in den Zufahrten zum Reeslehof und Ringlihof durchgeführt. Die Durchführung erfolgt durch Firma Johann Joos Tief- und Strassenbau GmbH und Co. KG im Zuge des laufenden Glasfaser-Breitbandausbaus der weißen Flecken durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald in Horben.


Vollsperrung ab Luisenhöhestraße/Weiherackerweg für 10-12 Wochen


Die Strecke ab Luisenhöhestraße/Weiherackerweg bis Au wird für 10 – 12 Wochen voll gesperrt. In den Teilabschnitten 1 und 2 muss der untere Teil der Straße von Au bis zur Gabelung Katzental/Weiherackerweg voll gesperrt werden. In der Zeit ist Horben von Au nicht erreichbar. In den darauffolgenden Teilabschnitten wird eine Erreichbarkeit Horbens über das Katzental/Ringlihof möglich sein.


Zwischen Langackern und Au ist während der Sperrung in beide Richtungen keine Durchfahrt für Durchgangsverkehr gegeben. Die Sperrung bleibt auch nachts bestehen. Die Sperrung bezieht sich auch auf Radfahrende. Die Abschnitte sind so unterteilt, dass alle Höfe und Häuser während der Bauzeit immer von einer Seite angefahren werden können. Die Firma Joos hat mit den Anwohnern persönlich Kontakt aufgenommen, um die jeweils genaue Zufahrt abzusprechen.


Mit den Feuerwehren und Rettungsdiensten ist die Baustellen-Planung dahingehend abgestimmt, dass eine Rettungszufahrt zu allen Zeiten garantiert werden kann.


Die Mail von Dr. Bröcker enthält weitere Informationen:


2.       Einladung zur JHV Haibraingeister


Siehe Einladung im Anhang

 

3.       Spende der Josef-Wund-Stiftung

 

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass auf dem öffentlichen Spielplatz das „Wasserspiel“ mit insgesamt 10.000 Euro von der Josef Wund Stiftung gGmbH gefördert werden wird. Die gemessen an den Gesamtkosten relativ hohe Fördersumme ergibt sich auch aus der Tatsache, dass der Geschäftsführer der Stiftung, Herrn Oberbürgermeister a.D. Christoph Palm, auf meine Einladung bei einem persönlichen Termin in Horben sehr angetan von der Konzeption der Dorfmitte war. Ich darf Sie von ihm daher herzlich grüßen.


( Der Link zu der Stiftungs-Website wurde von mir eingefügt: www.jw-stiftung.de)

 

4.       Betriebsbereitschaft Mättle


Es wird am 01.04.2025 nochmal nachgesät, sodass bei normalem Wetter ab Mitte/Ende Mai Fußball gespielt werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Benjamin Bröcker

-          Bürgermeister -

Wie steht es um die Windkraftanlagen Taubenkopf und Illenberg?

17.03.2024


In der letzten Gemeinderatssitzung in Horben vor einer Woche stellte ich die Frage nach dem Sachstand auf dem Illenberg. Bürgermeister Dr. Bröcker erklärte, dass er zuletzt nichts mehr gehört habe. Jedenfalls sei er nicht mehr einbezogen worden.


Jetzt erreichen mich unabhängig voneinander zwei Schreiben der Bürgerinitiativen mit der Bitte um Veröffentlichung:


Unser Schauinsland e.V.  https://unser-schauinsland.de/

und

Windkraft Günterstal.  https://www.windkraft-guenterstal.de/

Entscheidung zur Klage Windkraftanlagen am Taubenkopf:

Unser Schauinsland e.V.

Liebe Naturfreunde des Schauinslands,

 

leider hat der Senat des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Mannheim nun die Klage zur Genehmigung der Windräder am Taubenkopf abgewiesen, obwohl nach dem Verlauf der mündlichen Verhandlung am 21.02.2025 ein anderes Ergebnis zu erwarten gewesen wäre. Es wird erfahrungsgemäß einige Wochen dauern bis die Begründung vorliegt, sodass auch erst dann der Frage nachgegangen werden kann, ob das Einlegen von Rechtsmitteln gegen diese Entscheidung (zumal unionsrechtlich brisant) – auch mit Blick auf weitere Verfahren – überlegenswert ist (so der Anwalt Dr. Faller).


Unsere letzte Spendenkampagne im Januar und Februar war erfolgreich. Mit der Unterstützung der Günterstäler konnten bei uns bzw. direkt bei der LANA insgesamt 7500 € an Spenden verbucht werden. Damit hätten wir alle Kosten bestreiten können. Jedoch wurde der Streitwert der Klage vom Gericht von bisher 15.000 auf nun 30.000 € hochgesetzt, weil es 2 Windräder sind. Damit verdoppeln sich leider die Gerichtskosten, die wir noch der Gegenseite bezahlen müssen (ca. 5000 €). Aktuell fehlen uns daher wieder 2500 €.


Weitere Spenden sind also notwendig, damit nicht der Vorstand auf den Kosten sitzen bleibt. Vielleicht kann sich der ein oder andere durchringen uns noch einmal zu unterstützen, auch wenn die Klage erst einmal verloren ist.

 

In der Verhandlung (Anhörung) am 21. Frebruar wurde zu den folgenden Fragen intensiv debattiert. Dazu wurden vom Gericht die geladenen Gutachter Dr. Schreiber, Bioplan, die Stadt Freiburg, Anwälte, Gegenanwälte und der Geschäftsführer der Taubenkopf AG befragt.


Habitatschutz:
- inbesondere Inanspruchnahme von Schutzgebieten - hier insbesondere Nähe zum Vogelschutzgebiet und zum Naturschutzgebiet Schauinsland
- Prüfung auf Vollständigkeit des FFH-Verträglichkeitsvorprüfung (hierzu gab es ein neues Urteil der EU, daher sind nun alle Länder zur Aufstellung von Managementplänen verpflichtet, welche konkrete Erhaltungsziele definieren). Die alten Managementpläne bzw. die Landesverordnung waren nicht vollständig und enthielten nicht alle 25 zu prüfenden Vogelarten.


Artenschutz
- artenschutzrechtliches Tötungsverbot bzgl. Rotmilan: Bewertung des Brutstandortes aus 2019 innerhalb des 1000 m-Radius zur WEA 1 - signifikant erhöhtes Tötungsrisiko ist gegeben. Da der Brutplatz aber 2020+2021 nicht mehr besetzt wurde (es war ja auch recht viel Betrieb im Wald)- muss der Brutplatz nicht mehr berücksichtigt werden (es besteht immer nur 3 Jahre Bestandsschutz)
- artenschutzrechtliches Zugriffsverbot Fledermäuse und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen CEF1 - Ausweisung von 15 Habitatbäumen + Fledermauskästen - kann man Fledermäuse umsiedeln und wenn ja, wurden die Ausgleichsstandorte überprüft, ob die Reviere nicht schon besetzt waren? 


Es ist sehr bedauerlich, dass das festgestellte Rotmilandichtezentrum überhaupt nicht debattiert wurde. Die Begründung, dass das Rotmilanmonitoring (des Biosphärengebiet/NABU Lörrach) nicht nach den Richtlinien der LUBW durchgefüht wurde (Beobachtung an 18 Tagen jeweils für 3 Stunden), ist nicht nachvollziehbar, da unsere Beobachter deutlich mehr Stunden im Gelände waren. Alle Reviere und Brutplätze wurden durch einen anerkannten Ornithologen im Rahmen des des Rotmilanmonitorings bestätigt.

 

Auch wenn die Klage durch den VGH abgewiesen wurde, so war es doch den Aufwand wert und wir haben uns mit den verfügbaren juristischen Möglichkeiten den Planungen und der Umsetzung entgegengestellt.


Die Entwicklungen in den vergangenen Jahren und die daraus erfolgten Änderungen der politischen Rahmenbedingungen haben leider zu massiv negativen Auswirkungen auf den Natur- und Artenschutz geführt (siehe "Osterpaket 2022"). Die erneuerbaren Energien werden seit dem als im überragenden öffentlichen Interesse und der öffentlichen Sicherheit dienend betrachtet und entsprechend hofiert. Alles andere wird diesem Ansatz untergeordnet und ganz besonders der Natur- und Artenschutz.


Gleichzeitig wächst aber auch der Widerstand im Ländle! Viele neue Bürgerinitiativen haben sich im letzten Jahr gegründet, denn mit der Ausweisung von Vorrangflächen durch die Regionalverbände (1,8 % der Landesfläche) wurden viele Menschen alarmiert, was hier geplant ist.

Schaut euch die Broschüre "Visualisierung der Windkraftplanungen in Baden-Württemberg" von Mensch und Natur an:

https://www.mensch-natur-bw.de/index.php/aktuelles/163-das-ausmass-der-windkraftplanungen-in-baden-wuerttemberg

 

Lasst uns auch weiterhin optimistisch bleiben und gemeinsam aktiv für den Erhalt unserer Natur einstehen!

 

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne und Alexander Morgenstern

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Unser Schauinsland e.V.

https://unser-schauinsland.de/

Wir freuen uns über Ihre Spende. Vielen Dank!

Spendenkonto:
Volksbank Freiburg

IBAN: DE84 6809 0000 0041 8866 09

Die Ausstellung einer Spendenbescheinigung ist möglich, bitte geben sie ihre Adresse an. Bis 300 Euro reicht der Kontoauszug für das Finanzamt.



Infos zum Windkraftausbau im Schauinslandgebiet

Bürgerinitiative Windkraft Günterstal



Sehr geehrter Bürgermeister Dr. Bröcker,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

aus der Nachbargemeinde Günterstal schreibe ich Sie im Namen der Bürgerinitiative Windkraft Günterstal an. Gemeinsam sollten wir Anstrengungen unternehmen, den Schwarzwald als Zufluchtsort, Erholungsraum und Ort, der vielen Tier- und Pflanzenarten als Heimatstandort dient, zu erhalten und ihn als sehr schützenswert zu verstehen. Seit letztem Sommer sind wir hier in Günterstal aktiv, um gegen die Pläne der Stadt Freiburg und Au vorzugehen. Die Vorhaben betreffen nicht nur Günterstal, sondern auch Horben und Kappel. Nur gemeinsam sind die Vorhaben zu verhindern.


Unterstützen Sie uns dabei mit Tatkraft, gerne auch mit Spenden. Das folgende Schreiben haben wir dem Gemeinderat der Stadt Freiburg und auch dem Regionalverband Südlicher Oberrhein geschickt.


Baden-Württemberg und die Regierung verstoßen nicht nur gegen EU-Recht:

 

Das von der „grünen“ BW-Regierung beschlossene Vorhaben, flächenintensive, rotierende, Schall emittierende, über 200 Meter hohe Großindustrieanlagen mit einem gigantischen Materialverbrauch inmitten sensibler Ökosysteme zu stellen und dafür ökologisch wertvolle Ressourcen dauerhaft zu zerstören, verstößt:


  • Gegen das höherrangige Umweltrecht der Europäischen Union und gegen die (leider) erst 2030 in Kraft tretende EU-Verordnung (Neue EU-Waldstrategie für 2030)
  • Gegen die RICHTLINIE 2008/99/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 19. November 2008 über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt (Richtlinie über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt)


  • Gegen die VERORDNUNG (EU) 2023/1115 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 31. Mai 2023 über die Bereitstellung bestimmter Rohstoffe und Erzeugnisse, die mit Entwaldung und Waldschädigung in Verbindung stehen. (EU-Verordnung 2023/1115)
  • Gegen die RICHTLINIE 92/43/EWG DES RATES vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen)



  • Gegen Artikel 20a des Grundgesetzes: Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere im Sinne der Verantwortung für künftige Generationen.
  • Und (Achtung: Funfact) gegen das Ziel des Klimagipfels 2021 in Glasgow, bei dem sich mehr als 100 Staaten – auch die Bundesrepublik Deutschland – im Rahmen eines „Abkommens zum Stopp der Entwaldung“ darauf verpflichtet haben, die Zerstörung von Wäldern zu stoppen.

 

Tun Sie etwas gegen den unsinnigen forcierten Ausbau der Windkraft im Wald!

 

Mit freundlichen Grüßen

 Andreas Leipold-Weißenfels

--
gesendet im Namen der

Bürgerinitiative WINDKRAFT Günterstal 

Themen und Informationen:

14.03.2025


In eigener Sache:  Zuletzt wurde ich mehrfach gefragt, ob in der Horbener Dorfzeitung auch Anzeigen geschaltet werden können. Mein früherer Versuch dazu war nur mäßig erfolgreich. Die Platzierung auf der letzten Blog-Seite könnte der Grund für die geringe Resonanz gewesen sein.


Aufgrund der Nachfragen zuletzt will ich einen neuen Versuch starten. Diesmal auf der eigentlichen Startseite. Da fallen die Inserate mehr auf. Klick in der Kopfspalte zur Rubrik Angebot/Nachfrage. Dort finden Sie auch zu den Bedingungen einer Veröffentlichung.

Als erstes Inserat habe ich ein sehr interessantes Angebot von Frau Dr. Toffler erhalten. Die frühere Kinderärztin würde gerne gelegentlich stundenweise abends Kinder betreuen. Ich würde mich sehr wundern wenn es für dieses Angebot keinen Bedarf gäbe. Ein solches Angebot könnte auch ein Mosaikstein für derzeit diskutierte Formen der Nachbarschaftshilfe sein.


Gemeinde-Verbindungsstraße nach Au wird zeitweise gesperrt:  Bürgermeister Dr. Bröcker gab bekannt, dass der Weiheracker-/ Katzentalweg von Horben nach Au voraussichtlich ab der übernächsten Woche gesperrt werden muss. Grund ist die Breitband-Verlegung vom Althäusle in Langackern bis zum Selzenhof im Tal. In der Zeit muss die Straße zumindest zeitweise voll gesperrt werden. Für eine einseitige Verkehrsführung mit einer Ampel ist die Straße zu schmal.


Die Sperrung bereitet auch den Feuerwehr-Verantwortlichen in Au, Horben und Wittnau Kopfzerbrechen: Bei einem Alarmfall in Horben werden auch die Nachbarwehren alarmiert. Wenn die Straße aufgerissen ist könnte eine Durchfahrt für die schweren Feuerwehr-Fahrzeuge nicht möglich sein. Ein Umweg über Freiburg wäre zu weit. Die Kommandanten arbeiten hier an einer Lösung.


Geld für ein Klima-Projekt: Aus den Erträgen der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Dorfgemeinschafts-Hauses fließen der Gemeinde 3.000 € zu. Das Geld ist zweckgebunden und muss für ein Klimaschutz-Projekt eingesetzt werden. Bürgermeister Dr. Bröcker bittet um Vorschläge, welche Projekte mit dem Geld umgesetzt werden könnten. Es wäre auch möglich das Geld dieses Jahr nicht auszugeben und dafür im kommenden Jahr in ein größeres Projekt zu investieren. Wer eine Idee hat möge sich im Rathaus melden.


Feuerwehr Horben erhält eine Spende: Der Badische Gemeinde-Versicherungsverband spendet der Freiwilligen Feuerwehr Horben einen fünfstelligen Euro-Betrag. Der Feuerwehrausschuss wird zusammen mit der Gemeindeverwaltung festlegen für was das Geld verwendet wird.


Kindergarten: Der Kindergarten-Neubau liegt im Zeitplan. Bürgermeister Dr. Bröcker ist sich sicher, dass die neue Einrichtung spätestens im Juni 2025 eröffnet werden kann. Inzwischen konnte auch eine Erzieherin eingestellt werden. Weitere Bewerbungen werden erwartet. Mit den reinen Baukosten liege man noch im Plan. Allerdings nur noch um wenige tausend Euro. Bisher habe man noch keinen Kredit aufgenommen. Das soll Mitte des Jahres erfolgen wenn dann auch mit dem Umbau der Grundschule begonnen wird.


Irritationen gibt es bei der Diskussion mit der Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung: Für den Betrieb des neuen Kindergartens müssen auch Klein-Möbel neu beschafft werden. Die bisher im alten Kindergarten verwendeten Möbel seien nicht mehr nutzbar. Kostenpunkt um die 60.000 €. Bisher wurde davon ausgegangen, dass der Betreiber der Einrichtung, also die Kirchengemeinde für die Möbel zuständig ist. Doch dort sieht man sich nicht imstande. Somit werden auch diese Kosten an der Gemeinde hängen bleiben.


Bürgermeister Dr. Bröcker sieht die Kommunikation mit der Kirchengemeinde als verbesserungswürdig an. Es sei mühsam mit verantwortlichen Stellen in Kontakt zu kommen. Er wird jetzt auf einen gemeinsamen Termin mit den kirchlichen Entscheidungsträgern drängen. Dabei soll auch eine Abordnung aus dem Gemeinderat teilnehmen.


Aus dem Gemeindewald:  Revierförster Johannes Wiesler stellte die Forst-Abrechnung aus 2023 und den Betriebsplan für 2025 vor. Während 2023 ein kleines Minus erwirtschaftet wurde (immerhin 17,00 € bei einem Umsatz von 2198,00 € !) wird in 2025 bei einem Umsatz von 4735,00 € ein Überschuss von 2275,00 € erwartet. Grund für die höheren Zahlen seien gestiegene Holzpreise. Weil die Preise im Keller waren wurde in den vergangenen Jahren weniger Holz geschlagen als geplant. Das wurde und wird 2024 und 2025 bei besseren Preisen jetzt nachgeholt.


Wie gut dass wir einen so geschäftstüchtigen Förster als Revierleiter haben! Allerdings treibt mich seit vielen Jahren die Frage um ob solche Umsätze es rechtfertigen, Vermögen in Waldbesitz zu binden? Der Gemeindewald Horben umfasst nur elf Hektar und ist in sieben teilweise weit voneinander entfernte Parzellen unterteilt. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist unser Gemeindewald auch vom besten Förster nicht wirklich wirtschaftlich zu betreiben!


Solange die Gemeinde schuldenfrei war mag das noch angegangen sein. Doch jetzt müssen wir Kredite aufnehmen. Unser Wald ist ca. 300.000 € wert und bringt seit Jahrzehnten bestenfalls eine schwarze Null. 300.000 € Kredit werden uns künftig 6.000 € Zinsen kosten. Eine Wertsteigerung ist in den letzten Jahrzehnten nicht erfolgt und wird vor dem Hintergrund des fortschreitenden Waldsterbens auch in Zukunft nicht erfolgen.


Warum also diesen Aufwand betreiben? Allein die Tatsache dass Johannes Wiesler mindestens einmal jährlich von Bollschweil nach Horben in die Sitzung kommt und uns seinen Bericht vorstellt kostet in aller Regel mehr als unter dem Strich aus diesem Vermögensblock heraus kommt! Zahlenmenschen wie mir geht diese Geldvernichtung total gegen den Strich!

Horben - Aus der Gemeinderatssitzung:

13.03.2025


Am vergangenen Dienstag fand im Bürgersaal eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Obwohl auf der Tagesordnung keine sonderlich spektakulären Themen standen waren zahlreiche Zuhörer gekommen. Allerdings war ich etwas verwundert, dass die Badische Zeitung wieder nicht vertreten war. Offenbar begnügt sich die BZ immer öfter mit Informationen aus zweiter Hand.


Vor Sitzungsbeginn  wurden zwei um das Tourismuswesen verdiente Mitbürger geehrt: Michael Kenk und Josef Steffi kümmern sich um Sitzbänke an Wanderwegen und öffentlichen Plätzen. Sie stellen neue Bänke her und setzen beschädigte Bänke wieder instand.


Dafür wurden sie auf Anregung des Gesundheits-Ressort Luisenhöhe auf der CMT-Messe Stuttgart als "Tourismus-Helden" mit einer Urkunde ausgezeichnet. Bürgermeister Dr. Bröcker überreichte die Urkunden und bedankte sich auch im Namen der Gemeinde bei Michael und Joe.


Aus der Mitte des Gemeinderates war der Vorschlag gekommen den Punkt Anfragen der Einwohner auch an den Anfang der Sitzung zu stellen. Bürgermeister Dr. Bröcker gab dem Antrag statt. Doch die anwesenden Einwohner stellten keine Fragen. Auch in der zweiten Fragestunde am Ende der Sitzung wurden keine Anfragen gestellt.


Dazu will ich anmerken: In den 26 Jahren in denen ich nun am Ratstisch sitze wurde diese Praxis bestimmt schon 20 Mal geändert. Mal an den Beginn, mal ans Ende der Sitzung. Doch immer wieder sehen sich KollegInnen veranlasst so ihre besondere Bürgernähe unter Beweis zu stellen. Langsam wird Populismus auch langweilig. Wir sollten uns auf die Themen konzentrieren.


Bei der Abarbeitung der Tagesordnung wurde deutlich warum halb Deutschland nach Bürokratie-Abbau ruft: Da werden die einfachsten Dinge zu wichtigen Vorgängen aufgebauscht. Mit denen befassen sich dann wieder Heerscharen von Beamten und Dienststellen. Alle wollen ihren Senf dazu geben.. Alles kostet Zeit und auch Geld. Nichts geht wirklich voran.

So hatten wir über eine Verlegung des Baufensters bei dem Bauvorhaben Langackern 1 zu beraten. Die Bauherren wollen ihr Haus fünf Meter weiter von der Straße abrücken. Dazu mussten ein halbes Dutzend Dienststellen ihre Stellungnahme abgeben. Das Planungsbüro musste die Stellungnahmen zur Kenntnis nehmen und bearbeiten. Ein Vertreter des Büros muss zu uns in die Sitzung kommen. Jetzt muss das alles neu eingearbeitet werden. Das alles wegen einem Punkt der von der Sache her völlig ohne Bedeutung ist.


Ein weiterer Punkt war der "Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Hinweisschildes im Katzental". Da sollte ein Schild mit dem Hinweis auf das Biosphärengebiet Südschwarzwald aufgestellt werden. Dazu ist eine regelrechte Baugenehmigung erforderlich. Allein das Verfahren kostet ein Vielfaches der Kosten für das Schild. Ob da ein solches Schild steht oder nicht ist für das öffentliche Interesse völlig ohne Belang. Dennoch wird ein solcher Aufwand betrieben. Der Höhepunkt kam dann noch: Am Ende wurde der Antrag mit 5 : 4 Stimmen abgelehnt! Jetzt geht der ganze Zirkus noch mal von vorne los.


Der nächste Streich folgte sogleich: Die "Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen" war seit 40 Jahren nicht mehr angepasst worden. Jetzt wurde ein Rechtsanwaltsbüro mit der Anpassung beauftragt. Der Anwalt kam gestern eigens in die Sitzung und las uns die Satzung vor. Ich will gar nicht wissen was uns das kostet. Für solche Dinge gibt es vom Gemeindetag gesetzeskonforme Musterfassungen. Der Anwalt konnte nicht erkennen dass bei uns irgendwelche Besonderheiten zu beachten wären. Ich verstehe nicht warum man nicht einfach eine solche Mustersatzung übernimmt.


Ein weiteres schönes Bürokratie-Beispiel war der Vorgang "Kommunale Wärme-Planung im Konvoi mit den Gemeinden Bollschweil und Münstertal": Laut Gesetz sind die Kommunen verpflichtet einen kommunalen Wärme-Plan zu erstellen. Nach meinem Verständnis geht es hierbei um Fernwärme. Mit einer zentralen, mit Öko-Strom, Hackschnitzeln oder Abwärme betriebenen Heizungsanlage sollten dabei über Rohrleitungen zusammenhängende Siedlungs-Gebiete oder große Gebäude/ Wohnanlagen mit Wärme versorgt werden.


Genau das hatte ich bereits im Jahre 2007 bei der Planung des Baugebietes Heubuck angeregt. Die eng bebaute Fläche im Anschluss an die ebenfalls eng bebauten Ortsteile Unterer Heubuck und Dorf wären für solche Konzepte geradezu ideal gewesen. Nicht nur die im neuen Baugebiet neu geplanten Neubauten könnten angeschlossen werden. Die Häuser im bestehenden unteren Heubuck mit den Terrassenhäusern waren damals ca. 30 Jahre alt. Ihre Heizungen mussten daher Zug um Zug ausgetauscht werden. Damals war bereits klar dass die öffentlichen Gebäude in der Dorfmitte, die Kirche und das Schwesternhaus bald eine neue Heizung benötigten. Auch eine Leitung ins angrenzende Dorf mit dem Gründle wäre aus meiner Sicht denkbar gewesen. Eine Wärmeplanung auf engstem Raum für 50% unserer Einwohner!


Mein akribisch erarbeiteter Vorschlag rief im Gremium kollektives Gelächter hervor. Welch eine spinnerte Idee! Grüne Phantastereien! Dass wir damit auch das Holz aus unseren Gemeindewald besser nutzen und auch den heimischen Waldbesitzern Einnahmequellen erschließen könnten war kein Argument! Der am unteren Heubuck lebende damalige Gemeinderat Werner Brockhaus wurde sogar regelrecht wütend: Er lasse sich von niemandem vorschreiben wie er sein Haus beheiz! Wenige Monate später ließ sich Kollege Brockhaus privat eine neue Öl-Zentralheizung einbauen.


Jetzt also hat jedes Haus im Neubaugebiet seine eigene Heizung. In den angrenzenden Häusern im unteren Heubuck und am Schluckenhäusle sind die Anlagen ausgetauscht. In den öffentlichen Gebäude auch. Jetzt wo wohl ziemlich alle versorgt sind kommt das Thema "Kommunale Wärmeplanung" auf den Tisch! Was sollen wir planen? Was sollen wir "im Konvoi" mit Bollschweil und Münstertal planen? Eine Leitung vom Münstertal nach Bollschweil und St.Ulrich über den Gerstenhalm nach Horben? Hat da jemand noch nicht realisiert dass Fasnacht seit einer Woche vorbei ist?


Mir ist klar, dass niemand daran denkt. Es geht um die Kosten-Minimierung für die Planung. Uns allen ist klar dass für Horben aktuell eine Wärmeplanung sinnlos ist. Schon gar nicht " im Konvoi" mit Bollschweil und Münstertal". Wir müssen es aber machen. Der Amtsschimmel will es so egal was es kostet und egal ob es Sinn macht oder nicht!


Wenn so etwas in Frage käme müssten wir es mit der Stadt Freiburg machen. Meine unklare Vorstellung wäre eine Heizungsanlage im Bohrertal. Von dort aus könnten der Ortsteil Bohrer und der Stadtteil Günterstal mit Wätme versorgt werden. Als müsste Horben wie in vielen Bereichen auch hier mit Freiburg zusammenarbeiten. So wie es auch mit der Wasserversorgung angedacht ist. Doch man will in Horben ja nur so wenig wie möglich mit der Stadt Freiburg zu tun haben! Da planen wir lieber mit Gemeinden über die Berge hinweg!


Auf meine Frage bezüglich einer Planung zusammen mit der Stadt Freiburg erhielt ich zur Antwort dass Freiburg seine Planung bereits abgeschlossen hat. Daher müssten wir pro forma mit Bollschweil und Münstertal zusammenarbeiten. Und natürlich Kosten tragen! Auch abzüglich der Zuschüsse würden über den Daumen gepeilt mehr als 10.000 € an der Gemeinde Horben hängen bleiben! Nur um ein realitätsfernes Gesetz umzusetzen.


Ich war regelrecht froh dass am Dienstag in der Sache nichts zu entscheiden war. Der Tagesordnungspunkt diente nur der Information des Gemeinderates Wir sollen wohl wissen dass da was im Gange ist. Davor hatte ich nichts darüber gehört. Wäre hierbei eine Entscheidung angestanden hätte ich mich wohl wieder über die Maßen ereifert. So ein Unsinn regt mich nämlich tierisch auf! Kraft, Zeit und Geld zu verballern für Dinge die so offenkundig sinnlos sind!


So viel für heute aus der Sitzung. Der Rest folgt demnächst!

Grundsteuer in Horben: Vereinzelte Beschwerden!

10.03.2025


Die Neuberechnung der Grundsteuer in Horben hat zu Beschwerden durch einzelne höher belastete Eigentümer geführt. In Einzelfällen ist die Steuerlast ab 2025 wesentlich höher als bisher. Für andere Grundstücke dagegen ergibt sich eine geringere Steuerlast..


Die veränderte Berechnung wurde durch Landesgesetz so angeordnet. Der Gemeinderat hat/ hatte hierauf keinen Einfluss. Die Hebesätze sind dabei so festzulegen dass das Steueraufkommen in etwa gleich hoch ist. Durch diese Änderung sollen insgesamt keine Mehreinnahmen erzielt werden.

Der Gemeinderat Horben hatte im Oktober 2024 die ab 01.01. 2025 geltenden Hebesätze neu festzusetzen. Bis dahin lagen etwa 90% der vom Finanzamt zu erstellenden Steuer-Messbescheide vor. Diese Mess-Bescheide sind Grundlage zur Festsetzung der Hebesätze. Weil zu dem Zeitpunkt noch nicht alle Messbescheide vorlagen bestand Unsicherheit hinsichtlich des Gesamt-Volumens. Es konnte zu Schwankungen nach oben und unten kommen.


Wir einigten uns auf einen Hebesatz von 195%. Das würde im besten Fall zu  Mehreinnahmen von rund 10.000 Euro führen. Das konnte jedoch auch zu Minder-Einnahmen führen. Einzelne Bescheide könnten noch angefochten werden. Wir beschlossen daher den Hebesatz mit 195% nur für das Jahr 2025 festzusetzen. Am Ende des Jahres wollen wir die Hebesätze überprüfen und ggf. an die bis dahin bestehende endgültige Situation anpassen.


Inzwischen ist mir bekannt, dass die Gesamt-Einnahmen der Gemeinde Horben bei der Grundsteuer jedenfalls nicht höher ausfallen werden als in den Jahren zuvor. Einzelne Grundstücks-Eigentümer müssen künftig zwar deutlich mehr bezahlen als bisher. Die Mehrzahl jedoch etwas weniger.


Der Gemeinde fließen also keine höheren Einnahmen durch die Grundsteuer zu als bisher. Nach meinen Informationen eher weniger. Die genaue Höhe der Einnahmen wird erst Mitte 2025 feststehen! Danach werden wir sehen ob die 195% richtig bemessen sind. Bei signifikanten Abweichungen werden wir für 2026 den Hebesatz entsprechend neu festsetzen.


Dass höher belastete Grundstücksbesitzer sich beschweren verstehe ich! Doch die Gemeinde Horben oder der Gemeinderat sind die falsche Adresse! Wir haben keine Handhabe! Wir können keine Ausnahmen beschließen oder für einzelne Grundstücke geringere Hebesätze festsetzen. Wenn das Finanzamt unzutreffende Richtwerte zugrunde gelegt hat dann muss dort Einspruch eingelegt werden. Die Gemeinde hat nur zu beachten dass das Gesamt-Volumen in etwa gleich bleibt. Dieser Vorgabe haben wir entsprochen.


Es ist traurig dass einzelne Gemeinderäte den vereinzelten Ärger jetzt wieder nutzen um Stimmung gegen die Ratsmehrheit und gegen die Verwaltung zu machen. Sie suggerieren dass sich die Gemeinde an ihren Bürgern ungerechtfertigt bereichern will. Das nach meiner Wahrnehmung in einer Wortwahl die sich stark an AfD-Rhetorik anzulehnen scheint.


Deren Methode: Vermeintliche Ungerechtigkeiten und Missstände aufzubauschen und angeblich Schuldige anzuprangern! Ohne dabei selbst Lösungs-Vorschläge unterbreiten zu können. Das hat mit "Mehr Demokratie wagen" nichts zu tun. Das ist billiger Populismus in seiner primitivsten Ausprägung! Doch damit werden wir im Gemeinderat leider künftig leben müssen.


Noch einmal: Die Gemeinde hat keine Möglichkeit von den Messbescheiden des Finanzamtes abzuweichen! Auch nicht in Einzelfällen. Das haben die KollegInnen der "Liste Horben" und ich unabhängig voneinander umfassend geprüft und den Beschwerdeführenden mitgeteilt.


Beschwerden dagegen sind ausschließlich beim Finanzamt einzureichen. Der Gemeinderat hat sicherzustellen dass das Aufkommens-Volumen nicht höher als bisher ausfällt. Daran haben wir uns gehalten. Mehr können wir leider nicht tun! Auch wenn ich persönlich Steuer-Erhöhungen von mehreren 100% im Einzelfall für äußerst problematisch halte. Doch wir Gemeinderäte haben dieses Gesetz nicht zu verantworten! Wir müssen es umsetzen.

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